Das Erbe der alten Iren


Bild: merakname.com
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Irische Forscher haben erstmals das Erbgut ihrer neolithischen Vorfahren sequenziert. Die Erkenntnisse beantworten zentrale Fragen zu den Ursprüngen der irischen Bevölkerung, berichten die Wissenschafter im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS).

WIENER ZEITUNG

Die Forscher des Trinity College in Dublin und der Queen’s University in Belfast haben das Genom aus Knochen einer steinzeitlichen Bäuerin, die vor 5200 Jahren in der Nähe von Belfast lebte, sequenziert. Auch das Genom dreier Männer, die vor 4000 Jahren auf der Insel Rathlin vor der Nordostküste Nordirlands wohnten und die in der Bronzezeit mit Metallwerkzeugen arbeiteten, wurde analysiert und mit jenem der Bäuerin verglichen.

Die irische Bevölkerung hat eine spezielle Genetik. Sie enthält die meisten Varianten für Laktoseverträglichkeit, für die westliche Form des männlichen Y-Chromosoms und für verschiedene genetisch bedingte Krankheiten, wie Hämochromatose, die eine exzessive Eisen-Speicherung zur Folge hat. Wenig ist jedoch über die Ursprünge dieses besonderen Erbes bekannt. Der einzige Weg, um mehr darüber zu erfahren, ist, das Genom der Vorfahren zu sequenzieren und somit eine Art genetische Zeitreise anzutreten.

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