Flüchtlinge: Evangelische Kirche baut auf Friedhöfe


Modulbau macht’s möglich. Diese Apartments in Heidelberg könnten Vorbilder für Flüchtlingshäuser sein. – Foto: Holzbau Büker
In Neukölln und Kreuzberg entstehen zwei neue Wohnkomplexe in Modulbauweise und bester Energieeffizienz.

Von Reinhart Bünger|DER TAGESSPIEGEL

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz will dem Land Berlin rund 50.000 Quadratmeter ihrer nicht mehr benötigten Friedhofsflächen zur Verfügung stellen, damit hier Wohneinheiten für Flüchtlinge in Leichtbauweise errichtet werden können. Das kündigte Bischof Markus Dröge diese Woche an.

Außerdem plant der Evangelische Friedhofsverband nach Tagesspiegel-Informationen konkret den Bau von zwei Flüchtlingswohnheimen, die zunächst vom Friedhofsverband errichtet und später von den diakonischen Werken der Bezirke Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg betrieben werden sollen. Entstehen sollen an zwei Standorten Einheiten in Holzbauweise mit insgesamt rund 270 Plätzen und Gemeinschaftseinrichtungen. Bereits im März hatte Verbandsgeschäftsführer Jürgen Quandt ein rundes Dutzend Standorte auf stillgelegten oder nicht mehr bewirtschafteten Friedhofsflächen ausgewiesen, die entsprechend bebaut werden könnten.

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