Wounded Knee: Wo der Traum eines Volkes starb


Archivbild: Sioux auf dem Weg nach Wounded Knee. / Bild: (c) imago stock&people (imago stock&people)
Vor 125 Jahren verübten US-Soldaten ein Massaker an Indianern, auch viele Frauen und Kinder starben. Das brach den Widerstandwillen endgültig.

Von Peter Huber|DiePresse.com

Als am 15. Dezember 1890 der berühmte Indianerhäuptling Sitting Bull von Indianerpolizisten getötet wird, befürchtet die Regierung in Washington die Eskalation der Lage in den zersplitterten Indianerreservaten. Die Situation dort ist trist, geprägt von Hunger und Elend. Dennoch wird ausgerechnet die „Siebte Kavallerie“, jene Einheit, die 1876 am Little Bighorn unter Führung des legendären General Custer von den Indianern vernichtend geschlagen wurde, ins Krisengebiet geschickt.

Was dann zwei Wochen später am 29. Dezember 1890 am Chankpe Opi Wakpala, von den Weißen „Wounded Knee“ genannt, geschieht, soll endgültig den Willen der Indianer zum Widerstand brechen. An diesem Tag töten US-Soldaten bis zu 300 Indianer, darunter viele Frauen und Kinder. „Ich verstehe, wie es zu diesem Massaker kam“, sagt der Lakota-Indianer Ron Hawks im Buch „Die ersten Amerikaner: Eine Geschichte der Indianer“. „Die Siebte Kavallerie wollte Rache für Little Big Horn. ‚Du kannst die Siebte nicht zerstören‘, hatte es immer geheißen, aber Sitting Bull und Crazy Horn hatten es geschafft, und diese Niederlage machte der Armee schwer zu schaffen.“

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2 Comments

  1. Bis heute habe ich die Erschütterung, Gram und Qual nicht vergessen, die mich bei der Lektüre des Buches „Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses“ ergriffen hatte…

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