USA: Totale Selbstverteidigung der Waffennarren


51 Tage lang belagerten Bundesagenten die Sekte Branch Davidian in Waco, Texas. Dann nutzen sie Panzer und Tränengas, um die schwer bewaffneten Apokalyptiker zu überwinden. Foto: Reuters
Die amerikanische Rüstungsspirale beginnt offenbar im Frühjahr 1993, als Bundesagenten versuchten, eine Sekte in Waco, Texas, aufzulösen. Seitdem rüsten Police Departments auf – und dank der amerikanischen Verfassung auch die Bürger.

Von Peter Rutkowski|Frankfurter Rundschau

Es ist wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei: Was war zuerst da? Waffenstarrende, potenziell schießwütige Polizisten? Oder waffenstarrende, potenziell schießwütige Zivilisten? Das zu ergründen scheint dringend geboten. Waffenfanatiker setzen in den USA gerade alles daran, jegliche Beschränkung von Waffenbesitz wie Waffen tragen gesetzlich auszuhebeln.

Das Gesellschaftsmagazin „Esquire“ vermutet den Anfang der irrsinnigen Rüstungsspirale im Frühjahr 1993, als Bundesagenten versuchten, die Sekte Branch Davidian in Waco, Texas, aufzulösen. Was überfallartig schnell und problemlos geplant war, eskalierte zu einer 51 Tage währenden Belagerung. Am Ende benutzte das FBI Panzer und Tränengas, um die mit schweren Maschinengewehren und Sturmkarabinern ausgerüsteten Apokalyptiker zu überwinden. In den Trümmern ihrer Festung wurden die Reste von gut 1,9 Millionen Patronen gefunden.

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