Gesundheit: Ärztechef verlangt Schließung unrentabler Kliniken


© dpa Ein Pfleger in einem leeren Krankenhaus-Gang: Unrentable Kliniken sollen nach Meinung der Kassenärzte geschlossen werden.
Der Vorsitzende der Kassenärzte beklagt die hohen Subventionen für Kliniken und die Wettbewerbsnachteile der Arztpraxen. Die Politik brauche den Mut zu einer Marktbereinigung.

Von Andreas Mihm|Frankfurter Allgemeine

Niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser sind weniger gut aufeinander zu sprechen, als es manchem Patienten lieb wäre. Denn beide konkurrieren um die Behandlung Kranker und das Honorar dafür. Andererseits sind niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser aufeinander angewiesen: Kliniken übernehmen nicht nur die schweren Fälle, die die Ambulanz überfordern. Sie decken oft am Wochenende oder an Feiertagen die Notfalldienste ab, wenn Praxen geschlossen sind. Die übernehmen die ambulante Anschlussbehandlung, wenn der Patient aus der Klinik entlassen wurde.

Der Gesetzgeber hat die Konkurrenz sehr zum Widerwillen der Kassenärzte jetzt noch einmal verschärft. Ab dem 23. Januar muss jeder Kassenpatient binnen 4 Wochen einen Facharzttermin bekommen. Sonst kann er sich im Krankenhaus versorgen lassen, und zwar auf Kosten der niedergelassenen Ärzte, aus deren Honorartopf die Behandlung bezahlt wird.

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