Britischen Soldaten droht Verfolgung wegen Totsschlags im Irak


Britische Soldaten im Irak-Krieg 2003. Themenbild
Britische Soldaten im Irak-Krieg 2003. Themenbild
Britischen Soldaten droht Strafverfolgung wegen des Vorwurfs des Totschlags und der Folter im Irak-Krieg. Die vom britischen Verteidigungsministerium eingesetzte Untersuchungseinheit Iraq Historic Allegations Team (IHAT) prüfe „schwerwiegende Vorwürfe“ gegen Soldaten, darunter wegen Totschlags, sagte IHAT-Chef Mark Warwick der Zeitung „The Independent“ (Samstag-Ausgabe).

derStandard.at

Er gehe davon aus, dass es in einigen Fällen genügend Beweise gebe, um die Militärangehörigen vor die zuständige Strafverfolgungsbehörde SPA zu stellen. „Wir müssen mit der SPA beraten, ob es sich dabei um mögliche Kriegsverbrechen handelt“, sagte der frühere Polizeiermittler Warwick weiter.

Ministerium nimmt Vorwürfe „extrem ernst“

Das Verteidigungsministerium in London erklärte, es nehme die Vorwürfe „extrem ernst“. Zugleich bekräftigte es, die „überwiegende Mehrheit“ der britischen Soldaten im Einsatz verhalte sich „professionell und in Einklang mit dem Gesetz“. Im Laufe der Untersuchungen von IHAT wurden bisher rund 1.500 mutmaßliche Opfer oder Zeugen von Misshandlungen angehört. In 280 Fällen geht es um außergesetzliche Tötungen.

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