Sächsischer Pfarrer fordert «KZ-fähige Christen»


Pfarrer Dr. Theo Lehmann (81) ist auf seine ganz eigene Weise besorgt über die Verfolgung des Christentums Foto: privat
Der pensionierte evangelische Pfarrer Theo Lehmann aus Chemnitz sorgt mit einem KZ-Vergleich für Aufregung. In einem Gemeindebrief der Stadtmission Neustadt a.d. Weinstraße (Rheinland-Pfalz), schwört er die Christen angesichts der Flüchtlingskrise und der Zuwanderung von Muslimen nach Europa auf schwere Zeiten ein, berichtet die Chemnitzer Ausgabe der «Bild»-Zeitung (Dienstagsausgabe).

«Wir sollten die Atempause nutzen, um uns auf Zeiten vorzubereiten, in denen Christsein nicht mehr ‚geil‘ sondern gefährlich ist», schreibt der konservative Pfarrer darin: «Was wir brauchen, sind bibelfeste und notfalls auch feuerfeste, KZ-fähige Christen.»

Der 81-Jährige war einer der beliebtesten Jugendprediger in der früheren DDR, seine legendären Jugendgottesdienste in Chemnitz zogen regelmäßige Tausende Jugendliche an. Wegen seiner Aktivitäten wurde Lehmann von der Stasi verfolgt. In den vergangenen Jahren machte Lehmann vor allem als evangelikaler Hardliner von sich reden. So gehörte er zu einem Kreis Geistlicher in der sächsischen Landeskirche, die die Öffnung sächsischer Pfarrhäuser für homosexuelle Paare komplett ablehnen