Kölner Übergriffe: Presserat mahnt Verantwortung von Journalisten an


Der Deutsche Presserat hat eine verantwortungsvolle Berichterstattung über den Migrationshintergrund von Straftätern angemahnt.

Von Christine Xuân Müller|evangelisch.de

Im Fall der massenhaften Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht sei die Nennung des Migrationshintergrundes „noch akzeptabel“, sagte die Referentin für Beschwerdeführung beim Deutschen Presserat, Edda Eick, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. Es handele sich um ein Massenverbrechen, das in dieser Dimension so noch nicht stattgefunden habe.

„Möglicherweise steckt eine größere kriminelle Struktur hinter der Tat“, sagte Eick. In diesem Kontext werde mit Täterbeschreibungen gefahndet, zum Beispiel nordafrikanisches Aussehen. Dies sei aber anders zu bewerten als die bloße Spekulation darüber, ob das Motiv für die Taten mit der religiösen Zugehörigkeit etwas zu tun haben könnte. Hierfür müsse es konkrete Anhaltspunkte geben.

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