„Charlie Hebdo“: „Wir wollten sie lebendig zeigen“


Daniel (r.) und Emmanuel Leconte. Foto: temperclayfilm
Emmanuel und Daniel Leconte sprechen im Interview mit der FR über ihren „Charlie“-Dokumentarfilm. Sie zeigen ein Lachen der Künstler, das eher nachhallt als die Tränen.

Von Susanne Lenz|Frankfurter Rundschau

Sie haben zwei Wochen nach dem Attentat auf „Charlie Hebdo“ mit der Arbeit an dem Film begonnen. Was hat Sie dazu motiviert?
Emmanuel Leconte: Wir wollten, dass man über die Karikaturisten redet und nicht nur über die Terroristen, darüber, woher sie kommen, wer sie sind, was ihr Ziel war. Wir selbst haben ihren Tod als immensen Verlust gespürt, wir haben uns als Waisen dieser unglaublichen legendären Persönlichkeiten der französischen Kultur empfunden. Und wir hatten das Gefühl, dass dieses dramatische Ereignis alles verändern würde. Davon wollten wir Zeugnis ablegen. Weil mein Vater 2008 bereits einen Film über „Charlie Hebdo“ („C’est dur d’être aimé par des cons“) gemacht hatte, hatten wir Aufnahmen davon, wie die Karikaturisten, wie Charb, Tignous und Cabu selbst erklären, warum sie ihre Arbeit machen, was ihnen daran wichtig ist. Wir hatten eine große Nähe zu diesen Menschen und fühlten, dass wir sagen müssen, wie sie waren: sympathisch, intelligent, einfach großartig. Wir wollten, dass die Leute sie mögen.

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