Paderborn: Kirche will AfD nicht vor der Tür haben


Es gibt Streit um die AfD-Kundgebung in Paderborn. Die Kirche möchte die Partei nicht vor ihrer Tür haben. | © dpa 

Kundgebungungsort sorgt für Ärger: Teile des Platzes gehören zur Herz-Jesu-Kirche, die dort keine Veranstaltung haben will. Die Gegendemonstranten ziehen im Sternmarsch zum Parkplatz Florianstraße

Von Birger Berbüsse|Neue Westfälische

Die Herz-Jesu-Kirche ist allein aufgrund ihrer Lage am Westerntor einer der beliebtesten Plätze für Kundgebungen und Demonstrationen in Paderborn. Dass am Freitag allerdings die AfD vor dem 1898 erbauten Gotteshaus ihre Kundgebung abhalten will, gefällt Pfarrer Thomas Stolz überhaupt nicht. Denn „ein gutes Drittel“ des Vorplatzes gehört der Kirche. „Ich möchte nicht, dass auf unserem Grundstück so eine Veranstaltung stattfindet“, macht Pfarrer Stolz deutlich.

Er will die Polizei deshalb bitten, dafür zu sorgen, dass die Demonstranten nicht den Kirchenvorplatz betreten. Wie genau das sichergestellt werden kann, müsse aber noch geklärt werden. Einen Zaun zur Abtrennung lehnt Pfarrer Stolz jedoch ab. Das Grundstück der Kirche endet etwa zehn Meter von der Treppe entfernt, der Rest des Platzes ist öffentlicher Raum.

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