Ratzinger nennt Aufarbeitung des Missbrauchsskandals „Irrsinn“


Georg Ratzinger, ehemaliger Leiter der Regensburger Domspatzen und Bruder von Papst Benedikt XVI., in seinem Haus in Regensburg. (Foto: dpa)
  • Der ehemalige Domspatzen-Kapellmeister Georg Ratzinger nennt die Aufklärung des Missbrauchsskandals einen „Irrsinn“.
  • Nach mehr als 40 Jahren sei das Thema für ihn nun erledigt. Unterdessen melden sich immer wieder neue Opfer.
  • Ein ehemaliges Mitglied der Regensburger Domspatzen schildert schlimme Prügel-Szenen – und wie Ratzinger darüber gelacht habe.

Von Andreas Glas|Süddeutsche.de

Der ehemalige Kapellmeister der Regensburger Domspatzen, Georg Ratzinger, hat die Aufklärung des Missbrauchsskandals als „Irrsinn“ bezeichnet. „Diese Kampagne ist für mich ein Irrsinn. Es ist einfach Irrsinn, wie man über 40 Jahre hinweg überprüfen will, wie viele Ohrfeigen bei uns verteilt worden sind, so wie in anderen Einrichtungen auch“, sagte der 91-Jährige am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk.

Für ihn sei das Thema abgeschlossen. Wenige Stunden später relativierte Ratzinger seine Aussage: Es sei richtig, alle Beschuldigungen rückhaltlos aufzuklären, heißt es in einer Stellungnahme des Bistums. Ratzinger, der den Knabenchor von 1964 bis 1994 geleitet hat, war am Montagabend aus Rom zurückgekehrt, von einem Besuch bei seinem Bruder, dem emeritierten Papst Benedikt XVI.

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1 Comment

  1. Wer den Bericht der SZ ganz gelesen hat wird sicher erkannt haben, woher der Begriff „Schweinepriester“ kommt.

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