Studie: Größte Muslimgemeinschaft künftig in Deutschland


Die Berliner Şehitlik Moschee © onnola @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Zahl der Muslime in Deutschland wächst einer Studie zufolge schneller als bisher prognostiziert. Ursächlich seien steigende Flüchtlingszahlen aus muslimischen Ländern. Diese lassen sich der evangelischen Kirche zufolge immer häufiger taufen. Der Mitgliederschwund in den Kirchen geht dennoch weiter.

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Durch die aktuellen Flüchtlingsbewegungen könnte Deutschland einer Studie der Konrad Adenauer Stiftung zufolge in wenigen Monaten die größte muslimische Gemeinschaft innerhalb der Europäischen Union aufweisen. Bisher leben die meisten Muslime in der EU gemessen an der Bevölkerung in Frankreich. Es erscheine derzeit wahrscheinlich, dass die Zahl der Muslime in Deutschland von bisher rund vier Millionen im vergangenen Jahr um eine Million gestiegen sei, heißt es in dem Diskussionspapier, das die CDU-nahe Stiftung am Donnerstag in Berlin veröffentlichen wird. Damit wachse der muslimische Bevölkerungsanteil schneller als bisher vorhergesagt.

Eine Studie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge gab 2009 den Anteil der Muslime an der Gesamtbevölkerung mit fünf Prozent an. Für 2030 wird darin ein Anteil von etwa sieben Prozent vorausgesagt. In der aktuellen Studie der Konrad Adenauer Stiftung wird die Erwartung geäußert, dass die Zusammensetzung des Islam in Deutschland sich durch die Flüchtlinge verändern werde. Der Islam in der Bundesrepublik werde künftig weniger türkisch, dafür stärker arabisch geprägt sein. Zur Begründung wird darauf verwiesen, dass die meisten der etwa 1,1 Millionen Flüchtlinge, die 2015 nach Deutschland kamen, aus Syrien, Afghanistan und dem Irak stammen.

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