Sulawesi: Urzeit-Werkzeuge geben Rätsel auf


Steinwerkzeuge wie diese stellten unbekannte Werkzeugmacher schon vor mehr als 100.000 JAhren auf Sulawesi her. © Erick Setiabudi
Wer war der Werkzeugmacher? Auf der Insel Sulawesi haben Anthropologen primitive Steinwerkzeuge entdeckt, die es eigentlich nicht geben dürfte. Denn die Klingen sind schon 200.000 bis 100.000 Jahre alt und stammen damit aus einer Zeit, als es auf der Insel noch gar keine Menschen gab – so dachte man jedenfalls bisher. Wer diese Werkzeuge schuf – ob ein Menschenvetter, der Homo erectus oder doch die rätselhaften Hobbitmenschen, bleibt bislang offen, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Nach gängiger Theorie besiedelte der Homo sapiens Australien und die östlich von Borneo liegenden Inseln erst vor rund 50.000 Jahren. Tatsächlich belegen Felsmalereien im Nordwesten Sulawesis die Präsenz des Homo sapiens vor rund 40.000 Jahren, andere, ältere Zeugnisse des Menschen gab es bisher dort nicht. Allerdings könnte der rätselhafte „Hobbitmensch“ Homo floresiensis schon vor einer Million Jahre auf die Nachbarinsel Flores gelangt sein.

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1 Comment

  1. Es ist schon sehr erstaunlich, dass in vielen anderen Ländern der Erde immer wieder tatsächlich auch Steinwerkzeuge gefunden und anerkannt werden, die oft viel älter sein dürfen als die bei uns in Deutschland gefundenen – woran liegt das wohl ?? Na…ganz einfach: weil es in Deutschland von vornherein so bestimmt wird, wer etwas sagen darf und wer nicht. Man trennt hier sofort die Wissenden von den „Unwissenden“ und schaut auf diese Gott-gleich belustigend herab – ( man weiß doch eigentlich schon alles – oder …?)
    Und wenn jemand doch recht hat mit derartigen, vermeintlich dreist anmutenden Vermutungen, wird einfach durch blindes und arrogantes Obrigkeitsverhalten das eigene Maul gehalten und geschwiegen, oder es gibt einen Shitstorm der organisierten Unwissenden. – Nutznießer diese obskuren Verhaltens sind also immer diejenigen, von denen eigentlich nichts kommt außer gestelzten, von Neid und Mißgunst geprägten Wichtigtuereien und das dogmenhafte Präzisieren von dümmlich zur Schau gestellten Eitelkeiten sowie bedingungsloses Oberlehrer gleiche Auftreten…aber gleichzeitig die Regeln setzen …was für ein Irrsinn !
    Unser Bild der Steinzeit ist derart verkümmert, schlecht dargestellt als auch veraltet, dass man entsetzt ist über das Wissen von Studenten und Studierten in diesem Lande, das immer noch für die Frühzeit-Archäologie den Status von 1957 hat und mit dem sonderbaren archäologischen Schmalspur-Denken seit den frühen 80er Jahren- klug eingefädelt in ein System der Ja-Sager und aufgezogenen Kopfnickern, die in ihrem sorgfältigen Bestreben nach oben zu kommen, offenbar nicht in der Lage zu sein scheinen, diesem ein striktes Ende zu bereiten, indem jeder einzelne mal über das nachdenkt, was die Wissenschaft dem Studierenden als wahr z.T. ungeprüft präsentieren will.
    Hier werden die Weichen gestellt für die Zukunft, damit die Menschen, die sich in diesem so hochinteressanten wissenschaftlichen Bereich ausleben sollten, nur noch in ihren Pöstchen funktionieren, wie man es gerne haben möchte, ohne eigenes Interesse, eine unabhängige Gestaltung und Ausarbeitung von Wissen zu ermöglichen – am Schluß wird als letztes Argument das fehlende Geld vorgegeben, das reicht, um jegliche ernsthafte,persönliche Eingabe und mögliche Verbesserung von Arbeitsweisen im Keime zu ersticken – einfach grausam, was in diesem Land vorgeht.
    – Armes Deutschland, kann man nur sagen – wo sind deine guten Denker geblieben !

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