Brandenburg: Keine Steuermillion für Hohenzollern


Malerisch: Schloss Rheinsberg – einer der beiden Ausstellungsorte. Bild. PNN
Georg Friedrich von Preußen wird nicht für verlorene Schlösser entschädigt. Er klagt dagegen – und will Brandenburgs Finanzministerium per Maulkorb-Urteil Presseauskünfte verbieten.

Von Thorsten Metzner|PNN

Die Hohenzollern sollen nun doch keine Entschädigung aus der Steuerkasse für enteignete Schlösser, Villen und Ländereien in Potsdam und Brandenburg erhalten. Das hat nach PNN-Informationen das dem Finanzministerium unterstehende Landesamt für offene Vermögensfragen (Larov) im Dezember 2015 entschieden. Alle Beteiligten halten sich dazu zwar bedeckt. Doch kann eine Entschädigung nach geltender Rechtslage etwa dann verweigert werden, wenn Antragsteller der NS-Diktatur „Vorschub geleistet“ haben.

Dass dies beim früheren Kronprinzen Wilhelm von Preußen (1882 bis 1951) der Fall gewesen sei, hatten 2015 Gutachten von zwei renommierten Historikern festgestellt, die in dem Verfahren auf Veranlassung von Finanzminister Christian Görke (Linke) eingeholt worden waren. Ursprünglich hatte das Vermögensamt in Beeskow den Hohenzollern eine Entschädigung von 1,2 Millionen Euro zahlen wollen. Durch die Intervention des Linken-Ministers wurde dies gestoppt.

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