War Heidegger ein Sith?


Überinterpretierende Gedankenexperimente: Star Wars bietet viele Analyseansätze. Foto: dpa
Monomythos, Samurai, Pseudobiologie: Eine Ausgabe des Philosphie Magazins widmet sich den philosophischen Dimensionen der Sci-Fi-Saga.

Von Stefan Hochgesand|taz.de

Als der bestirnte Himmel über ihm dem Philosophen Immanuel Kant 1788 Ehrfurcht abverlangte, war vom Todesstern-Raumschiff und Luke Skywalker noch nichts zu ahnen. Oder doch? Immerhin, so besagt es der Vorspann der Science-Fiction-Saga, spielten die Ereignisse gar nicht, wie man vorschnell denken könnte, in der Zukunft, sondern in der Vergangenheit. Einer mythischen geradezu. Jedenfalls nimmt das Philosophie Magazin den im Dezember gestarteten siebten „Star Wars“-Film zum Anlass, in einer Sonderausgabe die philosophischen Dimensionen der Sternenkriege auszuloten.

Zunächst geht es (eher literaturwissenschaftlich) darum, wie George Lucas die vom vergleichenden Mythenforscher Joseph Campbell destillierten Erkenntnisse über den, wie er es nannte, „Monomythos“ in „Star Wars“ paradigmatisch umsetzte: Aufbruch, Initiation Rückkehr. Interesse erweckt vor allem die Aufgabe des Helden Luke, die verstockten Aspekte des Vaters zu beseitigen. Der Altphilologe Heinz Wismann sieht in „Star Wars“ gar Homers „Ilias“ mit einer Prise Sigmund Freud und einem Schuss Western.

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