Deutsche Roboter sollen Waffen tragen


Eine Heron TP. Bild: IAF
Die Bundeswehr hat sich entschieden, Verhandlungen mit Israel Aerospace Industries (IAI) über das Leasing von drei bis fünf Drohnen des Typs Heron TP aufzunehmen.

Von Hans-Arthur Marsiske|TELEPOLIS

Die Möglichkeit einer Bewaffnung mit Luft-Boden-Raketen wird in einer Presseerklärung ausdrücklich als Auswahlkriterium genannt. Bei der Entscheidung gegen die ebenfalls bewaffnungsfähige Drohne Predator/Guardian Eagle habe die frühere Verfügbarkeit der Heron TP den Ausschlag gegeben. Weitere Vorteile seien die „skalierbare Bewaffnung“ und ein „Backup Landesystem“.

Thomas Wiegold vermutet in seinem Blog „Augen geradeaus“, dass die britische Brimstone-Rakete als Bewaffnung im Gespräch sei. Die für überschallschnelle Kampfjets konzipierte Lenkwaffe kann mit ihrem 6,5-kg-Sprengkopf Panzer zerstören. Bei der Entscheidung, so Wiegold, habe wohl auch die Vertrautheit der deutschen Truppen mit der Heron-Familie eine Rolle gespielt. Die Drohne Heron 1 ist von der Bundeswehr in Afghanistan zur Aufklärung eingesetzt worden.

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