Die „weißen“ Oscars


Auch dieses Jahr gab es unter den Oscar-Nominierten vor allem eines: weiße Männer. Hier zu sehen: Matt Damon und Bryan Cranston (Foto: dpa)
Warum ist der Mangel an Frauen und Schwarzen unter den diesjährigen Oscar-Nominierungen so eklatant? Es wäre zu einfach, nur der Jury die Schuld daran zu geben.

Von David Steinitz|Süddeutsche.de

Der Aufschrei im Netz unter dem Hashtag #OscarsSoWhite war bereits im letzten Jahr riesig, und auch jetzt wird wieder empört diskutiert, warum bei den Oscarnominierungen für die Verleihung am 28. Februar fast nur weiße Männer berücksichtigt wurden.

Geht man die lange Nominierungsliste durch, die am Donnerstag von der amerikanischen Filmakademie veröffentlicht wurde, ist es fast schon verwunderlich, dass die Oscar-Jury nicht auch in der Kategorie „Beste weibliche Hauptdarstellerin“ gleich noch ein paar weiße Männer nominiert hat. Denn so wenig Vielfalt war lange nicht mehr – selbst bei den konservativen Oscars.

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