Wie die Maghreb-Staaten Abschiebungen blockieren


Foto: dpa Beim Thema Abschiebungen beschwerte sich die Bundesregierung in den vergangenen Monaten mehrfach bei den Maghreb-Ländern
5500 Algerier, Tunesier und Marokkaner sollten Mitte letzten Jahres abgeschoben werden. Bei nur 53 gelang die Rückführung. Schuld daran soll das unkooperative Verhalten der Maghreb-Staaten sein.

DIE WELT

Die Innenministerien der Länder werfen nach einem „Spiegel“-Bericht nordafrikanischen Staaten „unkooperatives Verhalten“ bei Abschiebungen vor. Rund 5500 Algerier, Marokkaner und Tunesier seien nach einem internen Papier der Innenbehörden Ende Juli vergangenen Jahres ausreisepflichtig gewesen. Lediglich 53 konnten im ersten Halbjahr 2015 in ihre Heimatländer abgeschoben werden.

Die Beamten beklagen dem Nachrichtenmagazin zufolge in dem Papier, dass Abschiebungen nach Nordafrika häufig an der Blockadehaltung der Maghreb-Staaten scheiterten. Rückführungen nach Marokko seien „aufgrund des unkooperativen Verhaltens der Botschaft nur sehr eingeschränkt möglich“.

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