Türkische Gemeinde bekommt Gebetsraum im Klinikum


Foto: Ralf Mergenthaler Viel Einrichtung braucht es nicht: ein Blick in den muslimischen Gebetsraum am Ostalbklinikum in Aalen. Einen solchen Raum soll es bald auch im Heidenheimer Klinikum geben.
Schon lange wünschte sich die Ditib-Gemeinde, dass im Klinikum ein muslimischer Gebetsraum eingerichtet wird. Jetzt soll dieser Wunsch Wirklichkeit werden.

Von Silja Kummer|HEIDENHEIMER ZEITUNG

Für Muammer Yilmaz, Vorstand der Heidenheimer Ditib-Gemeinde, war es dringlich: „Ein gläubiger Muslim soll fünfmal täglich beten. Viele scheuen sich aber, ihren Gebetsteppich neben ihrem Bett im Patientenzimmer auszurollen“, sagt er. Mit der Bitte um die Einrichtung eines Gebetsraums für Patienten und Besucher hatte sich die Ditib-Gemeinde bereits vor drei Jahren an Landratsamt und Stadtverwaltung gewandt. Dabei bot die türkische Gemeinde auch an, sich an der Innenausstattung finanziell zu beteiligen.

Reiner Otzipka, stellvertretender Krankenhausdirektor, bedauert, dass die Suche nach einem Raum so lange gedauert hat. „Bis jetzt gab es räumlich keine Möglichkeit, diesen Wunsch umzusetzen“, sagt er. Im Zuge der Kliniksanierung habe man nun aber einen freien Raum im Bettenhaus A gefunden, der zum Gebetsraum umgebaut werden kann. Es handelt sich um ein früheres Patientenzimmer im Erdgeschoss in zentraler Lage.

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