Erneut Übergriff auf deutsches Kloster


© Bild: Dormitio-Abtei. katholisch.de
Die Dormitio-Abtei in Jerusalem ist erneut Ziel anti-christlicher Schmierereien geworden. In der Nacht auf Sonntag hätten Studierende der Einrichtung mehrere auf Hebräisch verfasste Parolen an der Klostermauern und an Türen entdeckt, teilte die Benediktiner-Abtei mit. Tatverdächtig seien jüdische Extremisten, berichtete die Zeitung „Haaretz“. Sie schrieben „Christen zur Hölle“, „Tod den Christen, den häretischen Feinden Israels“, „Rache für die Israeliten“, „Ausgelöscht sei sein Name“.

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Zuvor hätten die Ordensleute „eine aggressive Party mit lauter Musik und Sprechchören von jüdischen Rechtsradikalen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft im Bereich des so genannten Davidsgrabes“ gehört, die seit drei Jahren regelmäßig an dem Ort stattfinde, heißt es in der Erklärung. Auch die Umfassungsmauern eines benachbarten griechisch-orthodoxen und eines armenischen Friedhofs seien von den Schmierereien betroffen. Die Mönche forderten die israelischen Behörden zu mehr Schutz auf.

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Den Angaben zufolge wurden die Schmierereien in einem Bereich des Klosters angebracht, der nicht von Polizeikameras überwacht wird, obwohl dies bereits nach einem ähnlichen Vorfall im Sommer 2013 von Sicherheitsbehörden zugesagt worden sei. Die Polizei habe die Parolen mit roter und schwarzer Farbe übermalt, wodurch der Sachschaden noch größer geworden sei, so die Abtei. Viele der Schmierereien seien trotzdem weiterhin zu entziffern.

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