Kiel: Kirche besteht auf Tanzverbot an Feiertagen


Jeder ein Kreuz.
Jeder ein Kreuz.
Immer mehr Schleswig-Holsteiner kehren der evangelischen Kirche den Rücken. Die Zahl der Taufen nimmt ab, und nun debattiert der Landtag auch noch über die Lockerung des Feiertagsgesetzes.

LN ONLINE

Immer mehr Schleswig-Holsteiner kehren der evangelischen Kirche den Rücken. Die Zahl der Taufen nimmt ab, und nun debattiert der Landtag morgen auch noch über die Lockerung des Feiertagsgesetzes. Bischof Gothart Magaard (Schleswig) hat für diese Diskussion kein Verständnis: „Es geht lediglich um drei Tage im Jahr, die einen besonderen Charakter haben, indem sie Alltag und Trubel unterbrechen. Sie sind eine Säule unserer Kultur, des Respekts und der Achtung voreinander — und vor unseren Verstorbenen.“

Das sogenannte Tanzverbot verbietet an Karfreitag, Totensonntag und Volkstrauertag öffentliche Veranstaltungen. Abgeordnete von fünf Fraktionen im Landtag — eine Ausnahme macht nur die CDU — stehen hinter einem Antrag der Piraten, das Versammlungsverbot aufzuheben. In Hamburg gilt das Veranstaltungsverbot nahezu komplett nur am Karfreitag, während am Volkstrauertag ab 15 Uhr und am Totensonntag ab 17 Uhr wieder öffentlich gefeiert werden darf.

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