Mormonen wollen Münchner Melderegister digitalisieren


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  • Die Meldedaten im Stadtarchiv sind abgegriffen und teilweise fast unleserlich. Deshalb sollen sie nun digitalisiert werden.
  • Zwei Firmen haben bereits Angebote für eine Digitalisierung gemacht. Beide haben sich nicht ohne Hintergedanken gemeldet.
  • Der Datenschutz sei „absolut vorrangig“, versichert Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Von Dominik Hutter|Süddeutsche.de

Alle Bestände aneinandergereiht wäre das Regal fast 1,2 Kilometer lang. 4082 Aktenbündel mit Polizeimeldebögen, dazu 8196 Personenstandsregister und Sammelakten aus den Standesämtern München und Pasing – Geburten, Sterbefälle, Hochzeiten.

Trockene Kost also, sollte man meinen, und trotzdem heiß begehrt: Etwa ein Drittel aller Anfragen für den Lesesaal des Stadtarchivs betrifft die seit dem frühen 19. Jahrhundert erhobenen Meldedaten. Die sind deshalb inzwischen reichlich abgegriffen, manchmal angeschimmelt und teilweise fast unleserlich. Zeit für eine Digitalisierung also.

Bis zu 2,5 Millionen Euro würde es nach Schätzung des städtischen Direktoriums kosten, die etwa 4,75 Millionen Seiten einzuscannen und einen Index zu erstellen. Mehr als das Stadtarchiv aufbringen kann. Da ist es praktisch, wenn jemand diese Aufgabe kostenlos übernehmen will.

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