Trump umschmeichelt die religiöse Rechte


us_flagge_bibel_kreuz

Zwei Wochen vor der Vorwahl in Iowa, wo christliche Wähler dominieren, tritt Donald Trump in der Liberty University des Predigers Jerry Falwell auf

Von Christoph von Marschall|DER TAGESSPIEGEL

Er hat ein untrügliches Gespür, wie man Medien-Events schafft – mitunter weit entfernt von dem Ort, um den es ihm wahlstrategisch geht. Am Montag hatte der führende republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump seinen symbolträchtigen Auftritt in der Liberty University in Lynchburg, Virginia: einem Wallfahrtsort der religiösen Rechten. Die Stadt Lynchburg ist, abgesehen von ihrer allerchristlichsten Universität, unbedeutend, liegt sozusagen „in the middle of nowhere“. Von dort sind es rund 1.600 Kilometer nach Des Moines, der Hauptstadt des Farmstaats Iowa, der am 1. Februar die erste Vorwahl abhält. Trump durfte sicher sein, dass er seine wahre Zielgruppe erreicht: die religiöse Rechte in Iowa, die bei der Kandidatenkür der Republikaner dort dominierenden Einfluss hat. Ach ja, es war auch noch ein Feiertag, Martin-Luther-King-Day, aber das wird bei Trumps Wahl, an welchem Tag er dort auftritt, doch gewiss keine Rolle gespielt haben – oder?

weiterlesen