15-jähriger Pakistani hackt sich die Hand ab – aus Scham


  • In Pakistan hat sich ein 15-jähriger Junge die Hand abgehackt, nachdem ihn ein Imam der Gotteslästerung bezichtigte.
  • Der Junge beging die Selbstverstümmelung aus Scham, jetzt wird er in Teilen des Landes verehrt.
  • Der Imam wurde festgenommen.

Von Arne Perras|Süddeutsche.de

Den 15-jährigen Anwar Ali kennen nun alle in Pakistan. Manche feiern den Jungen als Helden des Glaubens, weil er seine Hand gegeben habe für den heiligen Propheten Mohammed. Andere fragen sich, wie weit es eigentlich gekommen ist mit ihrem Land, wo sich ein Kind selbst die rechte Hand abhackt, weil es der Imam in der Moschee vor allen Leuten der Gotteslästerung bezichtigt.

Aus Medienberichten über Alis Schicksal ergibt sich folgendes Bild: Der Junge hatte vor einigen Tagen das Abendgebet in seinem Dorf Khankah besucht. Dort fragte der Imam die versammelte Menge: „Wer von euch glaubt nicht an die Lehren des heiligen Propheten? Hebt eure Hände!“ Niemand hob die Hand – außer dem jungen Ali. Er hatte die Frage falsch verstanden und dachte, der Imam wolle wissen, wer an den Propheten glaubt. Dort stand er nun mit erhobener Hand, und alle starrten ihn an. Der Imam wurde wütend. Gotteslästerung sei das! Auch andere Gläubige gerieten in Rage. Voller Scham lief Ali davon.

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1 Comment

  1. Religiotische Indoktrination mit irgendeiner/jeder Religion (euphemistisch „religiöse Erziehung“ genannt) ist Kindesmissbrauch/Kindesmisshandlung. Period! Der Junge ist kein „Heiliger“ sondern ein armes verführtes, missbrauchtes Kind.

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