Experte fordert: Religion von Flüchtlingen genauer erfassen


Bild: Reuters
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Der Arabien-Experte Günter Meyer hat die Bundesregierung aufgefordert, im geplanten Flüchtlingsausweis genauere Informationen zur Religion zu erfassen.

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Es genüge nicht, darin Islam anzugeben, sondern es müsse die konfessionelle Ausrichtung – etwa sunnitisch oder schiitisch – registriert werden, sagte Meyer am Mittwoch in Stuttgart im Anschluss an den „Runden Tisch Islam“ der baden-württembergischen Landesregierung. Andernfalls würden in Flüchtlingsunterkünften islamische Gruppen zusammengefasst, die einander in den Herkunftsländern bekämpft hätten.

Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz, rechnet nicht mit einem Rückgang der Migrantenzahlen. „Der Flüchtlingsdruck wird weiter steigen“, prophezeite er angesichts einer Verschlechterung der Lebenssituation in allen Ländern des sogenannten Arabischen Frühlings. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass die türkische Dominanz beim Islam in Deutschland durch arabische Zuwanderer zurückgehen wird.

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