Israels Staatspräsident: IS ist bereits im Land


Bild: phhesse/flickr
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Selbst säkulare Gebiete stünden heute unter dem Einfluss von Extremisten. Gleichzeitig fühlten sich die moderaten Kräfte immer stärker bedroht.

kath.net

Islamistisches Gedankengut gewinnt nach Worten des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin in der arabisch-israelischen Bevölkerung an Popularität. «Der Islamische Staat ist bereits hier, und das ist kein Geheimnis mehr», sagte Rivlin laut Mitteilung des Regierungspressebüros am Montagabend in einer Ansprache bei der Jahreskonferenz des «Institute for National Security Studies» (INSS) in Tel Aviv. Äußerungen und Ermittlungsergebnisse zeigten eine wachsende Unterstützung israelischer Araber für die Terrororganisation IS. Einige hätten sich der Gruppe sogar angeschlossen.
Seit einigen Jahren sei mit Blick auf die Umsetzung des islamischen Scharia-Rechts eine beträchtliche Radikalisierung in einigen Beduinensiedlungen im Süden des Landes sowie in arabischen Dörfern und Städten im Norden festzustellen, so Rivlin weiter. Selbst säkulare Gebiete stünden heute unter dem Einfluss von Extremisten. Gleichzeitig fühlten sich die moderaten Kräfte immer stärker bedroht. Dem IS gelinge es mit einer «globalen Vision» und einer «religiösen Identität unabhängig von ethnischen oder geografischen Grenzen», zahlreiche junge Menschen weltweit anzuziehen.

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