Deutlicher Anstieg von Neonazi-Übergriffen in Sachsen


OAZ-Chef Merbitz: «Fremdenfeindliche und neonazistische Straftaten sind sachsenweit das größte Problem. Der Rechtsextremismus hat sich flächendeckend ausgebreitet, während sich die Linken im Wesentlichen auf Leipzig konzentrieren.»

kath.net

Das Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei (OAZ) verzeichnet einen deutlichen Anstieg von politisch motivierter Kriminalität. Im Vergleich zu 2014 seien im vergangenen Jahr die Ermittlungsverfahren um mehr als ein Drittel auf 242 Fälle gestiegen, berichtet die «Leipziger Volkszeitung» (Donnerstag). Verantwortlich ist vor allem eine starke Zunahme von Straftaten durch Neonazis. Gegen Rechtsextremisten wurden 208 Ermittlungsverfahren (2014: 159) eingeleitet. Die Zahl der linksradikalen Fälle stieg von 18 auf 34.
Insgesamt ermittelte die Spezialeinheit im vergangenen Jahr in 330 Verfahren (2014: 292), wobei sich politisch motivierte Straftaten bei einem Teil nicht nachweisen ließen, sagte OAZ-Chef Bernd Merbitz der Zeitung. Die Aufklärungsquote des OAZ liege bei 61 Prozent und damit über dem sächsischen Durchschnitt von 54,8 Prozent.

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