Die Rechts-Schreiber


Vor 30 Jahren ist die „Junge Freiheit“ von Dieter Stein gegründet worden. – Foto: Promo

Die „Junge Freiheit“ feiert einen Auflagenrekord – der mit dem Aufstieg von AfD und Pegida einhergeht.

Von Sonja Àlvarez|DER TAGESSPIEGEL

Als „Lügenpresse“ ist auch Dieter Stein schon beschimpft worden. Beispielsweise als er ein scharfes Porträt über den Kurs des thüringischen AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke schrieb. Das habe einigen Lesern gar nicht gepasst, erzählt Stein.

Kein Wunder, sind die Leser von der „Jungen Freiheit“ (JF) doch eher wohlwollende Töne gewohnt, wenn es um die rechtspopulistische Partei geht. Stein, 48, ist Chefredakteur der Wochenzeitung mit Sitz in Berlin-Charlottenburg. Vor 30 Jahren gründete er die Zeitung zunächst als Schüler- und Studentenblatt – im Jubiläumsjahr 2016 kann er nun einen neuen Auflagenrekord vermelden, der eng verknüpft ist mit dem Aufstieg von AfD und Pegida.

Auflage wächst um 16 Prozent

Um 16 Prozent legte die verkaufte Auflage der „Jungen Freiheit“ im vierten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahresquartal zu, sie liegt nun bei wöchentlich rund 26 000 Exemplaren. Seit der Gründung der AfD im Februar 2013 verzeichnete sie bei der verkauften Auflage sogar ein Plus von fast 25 Prozent.

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