Propaganda-Abteilung des IS blamiert sich im Netz


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Die Terroristen versuchen sich als Computer-Cracks zu inszenieren, die verschlüsselt kommunizieren. Edward Snowden urteilt: Sie können nicht mal richtig faken.

Von Hakan Tanriverdi|Süddeutsche.de

Es ist ein einzelner Buchstabe: ein H. Es ist der achte Buchstabe im Alphabet. Es ist ein Buchstabe, der im Hexadezimalsystem nicht vorkommt. Ein Programmierer weiß das. Es ist sein Einmaleins. Die Menschen, die für den Islamischen Staat (IS) arbeiten, wissen es anscheinend nicht.

Dieses kleine Detail ist wichtig, weil der IS erstens eine Terrorgruppe ist und sich zweitens auf eine ausgeklügelte Propagandamaschine verlässt. Die Terroristen inszenieren sowohl ihre Hochglanz-Magazine als auch gefilmte Morde an Kriegsgegnern und „Ungläubigen“. Sie schicken Kamerateams durch die von ihnen kontrollierten Gebiete, die lassen die Kopfabschneider mitunter ihre Sätze mehrfach aufsagen und von Karten ablesen. Alles, was gezeigt wird, dient einem Zweck: Panik zu verbreiten, und neue Radikale anzuwerben.

So ist es auch mit dem neuen Video der Terroristen, das stundenlang online abzurufen war, bevor die großen Netzwerke reagierten.

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