Missbrauch: Bistum weist Vorwurf der Intransparenz zurück


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Das Bistum Hildesheim weist den Vorwurf zurück, es gehe nicht offen und transparent mit einem weiteren jetzt bekannt gewordenen Missbrauchsfall um. Wie das Bistum am Mittwoch mitteilte, sei es bisher lediglich über Dritte informiert worden, dass der ehemalige Pfarrer und verurteilte Missbrauchstäter Peter R. noch eine weitere Frau missbraucht haben soll.

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Man habe über diese Informanten die heute 39 Jahre alte Betroffene wiederholt aufgefordert, sich beim Bistum zu melden, doch habe sie dies bisher nicht getan. Trotz dieser fehlenden Informationen aus erster Hand habe das Bistum aber bereits im Januar die Berliner Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Der WDR hatte am Mittwochmorgen von dem weiteren Fall berichtet. Demnach handelt es sich bei dem mutmaßlichen Opfer um die Mutter einer heute 20 Jahre alten Frau aus Hildesheim, die selbst als Kind von Peter R. missbraucht worden sei. Dieser Fall hatte Ende vergangenen Jahres für bundesweites Aufsehen gesorgt. Das Bistum war den entsprechenden Missbrauchsvorwürfen im Jahr 2010 nicht konsequent genug nachgegangen und hatte diese Versäumnisse selbst eingeräumt. Zugleich hatte Bischof Norbert Trelle aber den Vorwurf zurückgewiesen, man wolle den Fall vertuschen.

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