Wir haben Flüchtlinge in Dänemark gebeten, uns ihre Wertsachen zu zeigen


Bild: VICE.com/ Nikolai Linares
Am Dienstag, den 26. Januar, hat das dänische Parlament mit großer Mehrheit eine Verschärfung des Asylgesetzes beschlossen. Dies soll Dänemark zu einem weniger attraktiven Ziel für Flüchtlinge und Migranten machen.

Von Lars Jellestad|VICE.com

Unter anderem verlängert Gesetz L87 die Wartefrist für eine Familienzusammenführung auf ein bis drei Jahre, kürzt die finanzielle Unterstützung für Asylsuchende um 10 Prozent und beschränkt Aufenthaltsgenehmigungen für zukünftige Asylsuchende in Dänemark. Und dann gibt es da natürlich noch das Detail, das bereits einiges an medialer Aufmerksamkeit bekommen hat: Das Gesetz wird es Polizeibeamten erlauben, die Wertsachen von Flüchtlingen zu konfiszieren. Damit soll ihr Aufenthalt in Dänemark während des Asylprozesses finanziert werden.

Diesen Teil des Gesetzes haben Menschen in Dänemark den Namen „Schmuckgesetz“ gegeben, und dieser Paragraf hat auch international große Empörung hervorgerufen. Tatsächlich hat Dänemark nicht mehr solche globale Aufmerksamkeit genossen, seit Jyllands-Posten sich vor 10 Jahren entschied, den Propheten Mohammed darzustellen. Und genau wie damals ist es nicht gerade die Art von Aufmerksamkeit, die Mitarbeiter der dänischen Touristikbranche Schampusflaschen köpfen lässt.

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