Seltene Erden: Nach diesem Handyrohstoff buddeln Kinder metertief


Die Minenarbeiter sind noch sehr jung Foto: Getty Images News/Getty Images
Mit bloßen Händen schürfen Kinder in Afrika nach wichtigen Rohstoffen für die Smartphone-Herstellung. Apple und Co. versuchen das zu verhindern – doch die Hürden sind für die Hersteller sehr hoch.

Von Stephan Dörner, Benedikt Fuest, Nina Trentmann|DIE WELT

Smartphones sind Livestyle-Objekte schlechthin: Glänzende Bildschirme, exakte Gehäusekanten und polierte Metallflächen deuten auf hochpräzise und weitgehend automatisierten Fertigungsverfahren, auf effiziente Hightech-Fabriken und strenge Qualitätskontrollen.

Niemand, der sein Smartphone in die Hand nimmt, würde vermuten, dass ein Teil davon aus Kinderhänden stammt, die in der Dunkelheit selbst gegrabener Minentunnel mit primitiven Werkzeugen schuften. Dennoch wirft die Menschenrechtsorganisation Amnesty International allen großen Smartphone- und Elektronikherstellern vor, dass ihre Produkte mithilfe von Kinderarbeit hergestellt werden.

Kobalt, ein unersetzliches Metall in den Lithium-Ionen-Akkus aller Mobilgeräte, so schreibt die Organisation in einem ausführlichen Bericht, stammt aus Minen des afrikanischen Kongo, in denen Minderjährige arbeiten.

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