Geheimdienste knüpften zu 850 Asylbewerbern Kontakt


© Picture-Alliance Asylbewerber, Staatsbürger, Geheimdienstler? Klingelschilder von Bewohnern eines Hochhauses im Kölner Stadteil Chorweiler.
Flüchtlinge können für Geheimdienste interessante Informanten sein. Zu Hunderten von ihnen nahmen BND und Verfassungsschutz Kontakt auf. Die Linke hat den Verdacht, dass dabei Informationen „erkauft“ worden sind. Das Innenministerium weist den Vorwurf zurück.

Frankfurter Allgemeine

Bundesnachrichtendienst (BND) und Verfassungsschutz sind zwischen 2000 und 2013 an 850 Asylbewerber herangetreten, um von ihnen Informationen abzuschöpfen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, über die der „Spiegel“ am Samstag berichtete und die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 477 der Asylbewerber wurde anschließend ein Schutzstatus gewährt, mit dem sie in Deutschland bleiben können – also Asyl oder Flüchtlingsschutz.

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