Maskierte in Stockholm rufen zu Gewalt gegen Flüchtlinge auf


In Stockholm haben maskierte Männer zu Gewalt gegen Flüchtlinge aufgerufen. Wie unter anderem die Zeitung „Aftonbladet“ am Samstag berichtete, versammelten sich am Abend zuvor bis zu 100 Maskierte an einem zentralen Bahnhof der schwedischen Hauptstadt.

evangelisch.de

Mit Flugblättern mit der Aufschrift hätten sie insbesondere jungen Flüchtlingen und Flüchtlingskindern aus Nordafrika Gewalt angedroht. Vier der dunkel gekleideten Männer seien daraufhin verhaftet worden. Es wird vermutet, dass die Täter der schwedischen Hooligan-Szene angehören.

Hintergrund für den Gewaltaufruf könnte nach Medienspekulationen der Mord an einer Helferin in einem Flüchtlingsheim nahe Göteborg sein. Die Frau war vor wenigen Tagen von einem minderjährigen Asylsuchenden erstochen worden.

Gemessen an der Einwohnerzahl hat kein EU-Staat mehr Flüchtlinge und Hilfesuchende aufgenommen als Schweden. Allein im vergangenen Jahr registrierte das skandinavische Land mehr als 160.000 Asylbewerber.