Religiotie: Experte will Annäherung der Entwicklungshilfe an die Religionen


Bild: tilly
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Religion sollte nach Einschätzung des Entwicklungsexperten und Theologen Ulrich Nitschke eine größere Rolle in der Entwicklungshilfe spielen. „Religionsgemeinschaften haben einen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaften, in denen wir arbeiten“, sagte Nitschke von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Gespräch mit dem Frankfurter Magazin „welt-sichten“ (Februarausgabe).

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Acht von zehn Menschen weltweit definierten sich über ihre Religionszugehörigkeit: „Als säkulare Organisation ignorieren wir diese Tatsachen.“

Nitschke will das nach eigenen Worten künftig ändern. Er leitet die Abteilung „Werte, Religionen und Entwicklung“ bei der GIZ. Von der Kooperation mit religiösen Organisationen erhofft sich der Theologe, „dass wir ganzheitlicher an Entwicklung herangehen“. Sie seien näher an den Menschen als die staatlichen Stellen und vor allem in den ländlichen Regionen gut verankert, wo sie oft eine hohe Glaubwürdigkeit genössen. „Außerdem werden die meisten sozialen Dienste wie Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen von religiösen Organisationen in unseren Partnerländern getragen.“

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