Pflanzenextrakt hilft gegen HIV und Ebola

Extrakte aus der Zistrose wirken gegen Viren – zumindest in Zellkulturen © Leonora Enking/ CC-by-sa 2.0
Pflanzliche Waffe gegen aggressive Viren: Extrakte der als Heilpflanze bekannten Zistrose könnten künftig gegen HIV- und Ebola-Infektionen zum Einsatz kommen. Sie sind in der Lage, die Viren inaktiv zu machen und ihre Vermehrung zu hemmen – zumindest in Zellkulturen, wie Forscher im Fachmagazin „Scientififc Reports“ berichten. Sollte sich dies auch in Tierversuchen bestätigten, könnte dies ein Ansatzpunkt für neue Therapien werden.

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Virale Infektionen sind für Ärzte nach wie vor eine große Herausforderung. Obwohl gegen viele Viren eigentlich medizinische Wirkstoffe zur Verfügung stehen, wird etwa die Therapie von der HIV und Aids immer schwieriger: Gegen herkömmliche Medikamente bilden die Viren zunehmend Resistenzen. Neuartige antivirale Wirkstoffe werden nicht nur aus diesem Grund dringend benötigt. Gegen etliche Viren gibt es bislang noch gar keine zugelassenen Präparate – zum Beispiel gegen Ebola- oder Marburg-Viren.

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Zorn, Hass, Revolte: die Politik der AfD

Je schärfer die Worte und Gesten ausfallen, desto zahmer wirkt jeder Rückzug vom Extrem ins Radikale. Keiner setzt das so gezielt ein wie die AfD. (Foto: dpa/Getty/dpa)
Die Radikalität der Alternative für Deutschland hat eine Verführungskraft entwickelt, die viele Bürger und Politiker verblüfft. Dahinter steht eine Philosophie.

Von Jens Bisky|Süddeutsche.de

Gleich zwei Mal erklärt auf der Webseite der Alternative für Deutschland die Parteivorsitzende Frauke Petry, was sie mit ihren vielfach skandalisierten „Äußerungen zum Waffengebrauch an den Grenzen“ gemeint habe. Nichts Böses, versteht sich, nur Selbstverständliches, nur Gesetzeskonformes.

Bleibt die Frage, ob sie nicht in der Lage ist, sich klar auszudrücken, oder ob sie es nicht will. Wahrscheinlich doch Letzteres, wahrscheinlich hat sie die Undeutlichkeit bewusst in Kauf genommen, gewinnt sie doch dadurch an verschiedenen Fronten: Die Provokation war auch eine Botschaft an Andersdenkende – wenn es um Gewalt geht, formulieren wir gern mal missverständlich -, vor allem aber ein Signal der Entschlossenheit an das Zornkollektiv der Sympathisanten, die von einer Stunde der Abrechnung mit „Volksverrätern“ und „Lügenpresse“ träumen.

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»Man irrt sich empor«

Gerhard Vollmer. Bild: TUni Braunschweig

Der Welterklärung »aus der Natur« und der Kritik am Glauben stellte sich der Arbeitskreis Naturwissenschaft und Glaube bei einem Symposium im Januar.

Von Klaus Bratengeier|Evangelisch-methodistische Kirche

Mitte Januar traf sich der Arbeitskreis »Naturwissenschaft und Glaube« (AKNG) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) zu einem Symposium über das Thema »Naturalismus, Atheismus und christlicher Glaube« in Würzburg. Dabei stand der Naturalismus, eine unter vielen Naturwissenschaftlern verbreitete Denkart, im Mittelpunkt der Diskussion.

Gerhard Vollmer, emeritierter Professor für Philosophie an der Technischen Universität Braunschweig präsentierte als renommierter Philosoph und Physiker den Naturalismus als Programm zur Durchdringung der Welt. Dieser beschränke sich auf möglichst wenige Annahmen, wobei der Rückgriff auf Übernatürliches völlig vermieden werde. Der Rückgriff auf das Übernatürliche würde nämlich nicht wirklich etwas erklären, sondern stehe weiterer Forschung sogar im Wege. Wenn »Gott« als Erklärung zugelassen würde, bräuchte nicht mehr weitergedacht zu werden. Gerade mit diesem sparsamen Konzept habe die Forschung die Welt in so hohem Ausmaß erfassen können, wie es heutiger Stand der Wissenschaft sei. Andererseits sei man bei der Bildung von Theorien sehr selbstkritisch: »Man irrt sich empor«, denke bei der Bildung einer Hypothesen sogar mit, wie sie sich prüfen oder widerlegen lasse. Gottesvorstellungen und insbesondere Dogmen aller Art stehe er daher ablehnend gegenüber.

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KNA und Volker Beck gegen Kölner Weihbischof?

Bild: bpb.de
Bild: bpb.de
Fragwürdige Darstellung der „Katholischen Nachrichtenagentur“ von Aussagen des Kölner Weihbischofs Schwaderlapp und der Replik des Grünenpolitikers Beck zur Frage der kirchlichen Segnung homosexueller Lebenspartnerschaften

kath.net

Mit einem eigenen Artikel wartete die Katholische Nachrichtenagentur KNA zur Kritik Volker Becks (Grüne) an Aussagen des Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp auf. Unter der Überschrift „Volker Beck kritisiert Kölner Weihbischof als unbarmherzig“ wird im ersten Abschnitt die Position des religionspolitischen Sprecher seiner Fraktion dargestellt: „Schwaderlapp setze ‚auf Unbarmherzigkeit im Jahr der Barmherzigkeit‘“. Die Aussagen des Kölner Weihbischofs waren der in katholischer Trägerschaft befindlichen Nachrichtenagentur zuvor keinen eigenen Artikel wert gewesen.

Die KNA hatte in ihrem Artikel offenbar Gründe, Becks Wertung der Position des Kölner Weihbischofs als „perfide“ nicht zu erwähnen. Beck hatte wörtlich erläutert: „Es ist perfide, wenn er die Trauung Homosexueller durch die Evangelische Kirche im Rheinland zum Problem der Ökumene erklärt. Das Festhalten der katholischen Kirche an der Sexuallehre des Thomas von Aquin aus dem 13. Jahrhundert ist Ursache für den Graben zwischen der Katholischen Kirchenleitung und ihren eigenen Gläubigen, der evangelischen Bruderkirche und der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.“ Ebenso wenig zitierte die KNA die Darstellung Becks, wonach die Entscheidungsfindung der katholischen Kirche in solchen Fragen offenbar nur eine Frage von aktuellen Mehrheiten sei, also eine Frage demokratischer Meinungsfindung. Beck hatte dazu wörtlich erläutert: „Der Graben verläuft nicht zwischen evangelischer und katholischer Kirche, sondern zwischen dem Bischof und der Mehrheit der gläubigen Christen“, der Graben laufe „um Schwaderlapps Trutzburg außen herum“. Schwaderlapp, so hatte Beck außerdem behauptet, „spricht vom Evangelium und redet doch nur über patriarchale Machtkonstruktionen aus der katholischen Kirchengeschichte“.

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Altägyptische Totenbarke im Wüstensand entdeckt

Blick auf den Fundort der altägyptischen Totenbarke in Abusir © L. Jirásková/ Tschechisches Institut für Ägyptologie
Eine echte Rarität: Archäologen haben in der altägyptischen Totenstadt Abusir eine 4.500 Jahre alte Totenbarke entdeckt. Unter dem Wüstensand begraben blieb das 18 Meter lange Schiff ungewöhnlich gut konserviert. Das Spannende daran: Typischerweise wurden solche Barken damals nur königlichen Toten als Grabbeigabe mitgegeben. Wem diese Totenbarke gehörte, bleibt aber vorerst rätselhaft.

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Das unweit von Kairo gelegenen Abusir war zur Zeit des alten Reichs eine der wichtigsten Totenstädte der ägyptischen Eliten. 14 Pyramiden markieren die Grabstätten von Angehörigen der fünften Dynastie, außerdem existieren zahlreiche Gräber von höheren Würdenträgern und Priestern. In einem Teil der Nekropole haben Archäologen zudem die Überreste einiger Mastabas ausgegraben – rechteckigen Steinbauten mit schrägen Wänden, die als die Vorläufer der Pyramiden gelten.

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Australien: Gerichtsurteil ebnet Weg für Abschiebung Dutzender Kinder

Die betroffenen in Australien geborenen Kinder. / Bild: REUTERS
Das Oberste Gericht hat die Klage einer Frau gegen die Abschiebung in ein Flüchtlingslager auf Nauru abgewiesen. Betroffen sind auch 37 Babys und 54 Kinder.

Die Presse.com

Australien macht kurzen Prozess mit Flüchtlingen, die das Land per Boot erreichen wollen. Sie werden zurückgeschickt und in Lagern auf Inselstaaten wie Nauru, Papua Neuguinea und der Weihnachtsinsel interniert. Selbst wenn ihr Flüchtlingsstatus anerkannt wird, dürfen die Menschen nicht nach Australien kommen. Die strengen Asylregeln sorgen international – und teils auch im Inland – für heftige Kritik an Regierungschef Malcolm Turnbull. Ein Gericht bekräftigte nun den harten Kurs Australiens gegen Asylwerber.

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Religiot Ted Cruz: „Die Ehre gebührt Gott“

Ted Cruz. Image: Saving Our Future
Ein Evangelikaler hat im US-Präsidentschaftswahlkampf bei den Republikanern die erste Vorwahl für sich entschieden: Ted Cruz (Foto).

kath.net

Im Bundesstaat Iowa entfielen auf den texanischen Senator nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen 27,7 Prozent. Damit verwies er Donald Trump auf Platz zwei. Der Immobilienunternehmer und Milliardär erhielt 24,3 Prozent. Es folgten der Senator Marco Rubio (23,1 Prozent), der Neurochirurg und Adventist Ben Carson (9,3 Prozent) und der Senator Rand Paul (4,5 Prozent).
„Die Ehre gebührt Gott“, sagte Cruz nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse. Er gehört zum Bund der Südlichen Baptisten, der mit über 16 Millionen Mitgliedern größten protestantischen Kirche in den USA. Der Sohn eines aus Kuba eingewanderten Pfingstpastors hat sich im Wahlkampf besonders um evangelikale Wähler bemüht. So hatte er unter anderem erklärt, er sehe in den Präsidentschaftswahlen im November eine Entscheidung über den Fortbestand oder die Abschaffung religiöser Freiheitsrechte. Sie seien noch nie so gefährdet gewesen wie derzeit, sagte er im Hinblick auf den heftigen Gegenwind für Christen, die etwa eine Ehe für homosexuelle Partnerschaften ablehnen und aus Gewissensgründen bestimmte Dienstleistungen verweigern, zum Beispiel das Backen der Torte für eine „Hochzeit“ von Schwulen. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte im Juni vergangenen Jahres die Homoehe in allen Bundesstaaten erlaubt. Er erklärte Verbote gleichgeschlechtlicher Eheschließungen in einer Reihe von Bundesstaaten für verfassungswidrig.

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Raben können sich in andere hineinversetzen

Raben sind aufmerksame Beobachter – und erkennen, wenn sie selbst auspioniert werden können. © Jana Mueller
Was sieht der andere? Diese Frage können Raben im Geiste beantworten, wie ein Experiment nun belegt. Denn die schlauen Vögel erkennen, wann sie für einen Artgenossen sichtbar sind – selbst wenn dieser hinter einem Guckloch versteckt ist. Das zeigt, dass Raben sich in die Perspektive anderer hineinversetzen können und damit zumindest ansatzweise zu einer sogenannten „Theory of Mind“ fähig sind, wie Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten.

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Raben sind äußerst intelligente Vögel: Sie können zählen, verstehen fremde Beziehungen, kooperieren nur mit ehrlichen Artgenossen und verwenden Zeigegesten. Als ein weiterer Beleg für die Intelligenz von Rabenvögeln, aber auch von Schimpansen, gilt die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und beispielsweise die Sichtbarkeit von Futter aus deren Perspektive einzuschätzen.

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Coca-Cola zahlte Millionen an deutsche Gesundheitsforscher

Coca-Cola: Umstrittene Finanzierung von Forschung und Wissenschaft (Foto: Caballero-Reynolds/Bloomberg)
  • Der Coca-Cola-Konzern und seine Stiftung haben in den vergangenen Jahren in Deutschland Forschung und Projekte im Bereich Gesundheit, Ernährung und Bewegung mit etwa 7,5 Millionen Euro gefördert.
  • Zuletzt hatte der Konzern zugegeben, in den USA mehr als hundert Millionen Dollar für „Gesundheitspartnerschaften“ und Kooperationen gezahlt zu haben.

Von Markus Balser, Uwe Ritzer|Süddeutsche.de

Es war einmal die berühmteste und coolste und lange meistbeworbene Marke der Welt. Die Beatles hingen früh an der Flasche, Genosse Fidel Castro fand Gefallen am Getränk des Klassenfeindes. Die Coca-Cola-Mixtur galt Jahrzehnte als Rezept zum Geld verdienen. Allein in Deutschland verkauft der Konzern jährlich fast vier Milliarden Liter seiner Limonaden.

Doch auch solche Zahlen täuschen nicht darüber hinweg: Die Brause steckt in der Krise. Sogar die Amerikaner trinken seit Jahren immer weniger davon. In anderen Ländern sieht es nicht besser aus. Die Zeiten sind schlecht vor allem wegen der immer heftigeren Gesundheitsdebatten um die zuckerhaltigen Getränke des Konzerns. Die Diskussion über Werbeverbote und Limonadensteuern lässt Umsätze sinken. Das öffentliche und politische Bewusstsein für Gesundheit wächst.

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Darmstadt: Polizei verhaftet Doktoranden mit IS-Sympathien

Ein Ausschnitt aus dem Propagandavideo: Malik F., ein an der Technischen Universität (TU) Darmstadt eingeschriebener syrischer Promotionsstudent, wirbt darin für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Bild: dpa
Ein an der TU Darmstadt promovierender Syrer hat in einem Video für den „Islamischen Staat“ geworben. Die Polizei hat den Mann nun festgenommen. Die Uni strebt zudem seine Exmatrikulation an.

Von Rainer Hein, Jacqueline Vogt|Frankfurter Allgemeine

Die Polizei hat am Dienstagabend einen 35 Jahre alten Doktoranden der Technischen Universität Darmstadt festgenommen, der mit einem Propaganda-Video für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) geworben hatte. Das bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südhessen. Details wollte er nicht nennen, die Ermittlungen dauerten an. Während einer einer konzertierten Polizeiaktion war der Mann in Darmstadt nahe dem Dornheimer Weg mit zwei Begleitern angetroffen und festgenommen worden.

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Richard Dawkins in Hamburg – Ticketverkauf

Am 19. März 2016 stellt Richard Dawkins seine Autobiographie „Die Poesie der Naturwissenschaften“ im Rahmen eines RDF Talks in Hamburg vor.

Richard Dawkins-Foundation

Richard Dawkins wird im Rahmen der Veröffentlichung seines neuen Buches, der Autobiographie „Die Poesie der Naturwissenschaften“ (Erscheinungsdatum: 14. März 2016), nach Deutschland kommen. Die RDF veranstaltet zu diesem Anlass einen RDF Talk mit Richard Dawkins in Hamburg.

RDF Talk mit Richard Dawkins
„Die Poesie der Naturwissenschaften“
19. März 2016 um 18:00 Uhr in Hamburg
Freie Akademie der Künste in Hamburg

Hier geht es zum Ticketverkauf.

Forscher konstruieren kleinstes Fachwerk der Welt

Das weltweit kleinste Fachwerk im Elektronenmikroskop © J. Bauer/ KIT
Fast so fest wie Diamant: Forscher haben die kleinste Strebenkonstruktion der Welt erzeugt: Ein Metamaterial, dem nur 200 Nanometer dicke Streben aus glasartigem Kohlenstoff die Festigkeit verleihen. Dieses Nano-Fachwerk ist nicht nur fünffach kleiner als alle bisher bekannten Mikrogerüste, es ist außerdem noch sehr leicht und besonders fest: Im Verhältnis Dichte zu Stabilität wird es nur vom Diamant übertroffen, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Materials“ berichten.

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Metamaterialien sind im Nanomaßstab so maßgeschneidert, dass sie ungewöhnliche und besonders günstige Eigenschaften besitzen. Sie sind beispielsweise besonders stabil, brechen das Licht auf spezielle Weise und aus ihnen lassen sich sogar Tarnkappen und Tarnmäntel konstruieren. Jens Bauer vom Karlsruher Institut für Technologie haben nun ein Metamaterial konstruiert, das besonders leicht, aber trotzdem stabil ist.

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Barschels ehemaliger Medienreferent Pfeiffer starb keines natürlichen Todes

Barschels einstiger Medienreferent Reiner Pfeiffer, aufgenommen am 16.09.1987 neben einem Zeitungskiosk in Hamburg. Vor einem Jahr starb Pfeiffer in seinem Haus bei Bremen unter skurrilen Umständen. © DPA
Er war der Auslöser der Barschel-Affäre, die noch heute, fast 30 Jahre später, Stoff für einen ARD-Themenabend liefert: Reiner Pfeiffer, Barschels einstiger Medienreferent. Auch dessen Tod vor einem Jahr war von geheimnisvollen Umständen begleitet, wie der stern jetzt aufdeckt.

stern.de

Reiner Pfeiffer, der ehemalige Medienreferent des schleswig-holsteinischen CDU-Ministerpräsidenten Uwe Barschel, ist am 12. August des vergangenen Jahres keines natürlichen Todes gestorben. Wie das Hamburger Magazin stern in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, war Pfeiffer, Auslöser der sogenannten Barschel-Affäre, morgens in seiner Wohnung in Hambergen bei Bremen leblos aufgefunden worden. Der schwer kranke 76-Jährige war offenbar gestürzt und dabei so unglücklich zwischen das Gestänge seines Krankenbetts geraten, dass er sich selbst erwürgte.

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Unisex-Toiletten im Studierendenhaus?

Piktogramm für eine gemeinsame Toilette in Berlin, Luckenwaldstaße. Foto: dpa
Sollte das neue Studierendenhaus der Frankfurter Goethe-Universität Unisex-Toiletten bekommen? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Der AStTA ist dafür, der RCDS meint dagegen: „Schluss mit Gender-Gaga!“

Von Madeleine Hesse|Frankfurter Rundschau

Keine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, auch nicht vor dem Pissoir oder auf der Toilettenschüssel – das erhofft sich das Studierendenparlament (StuPa) der Frankfurter Goethe-Universität vom neuen Studierendenhaus auf dem Campus Westend. Allerdings sorgen die für den Neubau beschlossenen Unisex-Toiletten seit Monaten schon für Kontroversen – auch in Form von Wortwitzen rund um das stille Örtchen.

Valentin Fuchs, Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), ist ein Verfechter der Unisex-WC´s. „Sie unterscheiden nicht mehr nach der klassischen Aufteilung Mann oder Frau“, sagt er. „Sie können der Diskriminierung von trans- und intersexuellen Personen entgegenwirken, die sich so keinem Geschlecht mehr zuordnen müssen.“

Während also der AStTA und Queer-Referate mehrerer Universitäten das Toilettenkonzept begrüßen, kritisierte es der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Frankfurt zur Wahl des Studentenparlaments Ende Januar erneut. „Schluss mit Gender-Gaga! Geht euch der übliche Gender-Wahnsinn von gegenderten Klausuren bis Unisex-Toiletten gehörig auf die Nerven?“, fragt der RCDS in der AStA Zeitung und wirft dem Studierendenausschuss zudem vor, Meinungen und Bedürfnisse der Studierenden zu übergehen.

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Ethische Debatte über britische Gentechnik-Experimente

Dürfen menschliche Embryonen gentechnisch manipuliert werden? Großbritannien hat dies nun erlaubt und eine neue ethische Debatte ausgelöst.

evangelisch.de

Das britische Ja zu Genmanipulationen an Embryonen stößt in Deutschland überwiegend auf Skepsis. Die beiden großen Kirchen reagierten am Dienstag mit Kritik. Der Bioethik-Experte der Union, Hubert Hüppe (CDU), sprach von einem Tabubruch. Wissenschaftler in Großbritannien können künftig an gesunden menschlichen Embryonen über die Behandlung von Unfruchtbarkeit und die Ursachen von Fehlgeburten forschen.

CDU-Politiker Hüppe: Letztes Tabu gebrochen

Die britische Behörde für menschliche Befruchtung und Embryologie (HFEA) hatte am Montag einen entsprechenden Antrag des Londoner Francis-Crick-Instituts genehmigt. Die Embryonen stammen nach Angaben des Instituts von Paaren, die sich einer künstlichen Befruchtung unterzogen haben. Dabei reifen oft mehrere Embryos heran, die nicht alle in die Gebärmutter eingesetzt werden. Die Experimente am Erbgut sollen in den ersten sieben Tagen nach der Befruchtung erfolgen. Bevor die Forschung starten kann, muss noch eine Ethikkommission grünes Licht geben.

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The Netherlands just made the Church of the Flying Spaghetti Monster an official religion

Image via Reddit
The Church of the Flying Spaghetti Monster is now an official religion in the Netherlands and members worldwide are celebrating with a bowl of pasta.

By James Forsythe|DEADState

According to the Inquisitr, the Church of the Flying Spaghetti Monster, or Pastafarianism, is a social movement that emerged in 2005 and quickly went on to become an internet phenomenon.

Not strictly a religion, the torchbearers of the movement encourages a light-hearted view on dogma. The group is known for its opposition to the teaching of creationism and intelligent design in public schools.

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Kaffee könnte vor Leberzirrhose schützen

Kaffee hat mehr positive Wirkungen auf die Gesundheit als man früher dachte © AlexRaths / thinkstock
Neues vom Gesundmacher Kaffee: Das koffeinhaltige Getränk könnte auch unsere Leber vor Schäden schützen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein vermehrter Kaffeekonsum das Risiko für eine Leberzirrhose um 44 Prozent zu senken scheint. Für Euphorie ist es den Forschern zufolge aber noch zu früh: Der festgestellte Nutzen müsse erst noch durch weitere Studien gesichert werden, betonen sie.

scinexx

Kaffeeliebhaber haben es schon immer gewusst: Das schwarze Getränk schmeckt nicht nur gut und macht wach – es hält auch gesund. Regelmäßiger Kaffeekonsum kann zum Beispiel bei chronischem Stress helfen, Diabetes vorbeugen, sich positiv auf den Fettstoffwechsel auswirken und sogar unsere DNA vor Schäden schützen, wie Studien belegen.

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Kirchenrechtler zur Eheannullierung: Papst macht ‚Schritt zurück’

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
In seiner Ansprache an die Römische Rota hat Franziskus einige Zweideutigkeiten im Motu proprio ‚Mitis iudex’ klargestellt, sagt der amerikanische Kirchenrechtler Edward Peters.

kath.net

Die „Qualität des Glaubens“ ist keine wesentliche Bedingung für den Ehekonsens. Mit diesem Satz in seiner Ansprache vor der Römischen Rota am 22. Januar habe Papst Franziskus gegenüber dem Motu proprio „Mitis iudex Dominus Iesus“ einen „Schritt zurück“ gemacht und eine wichtige Frage geklärt, sagt der amerikanische Kirchenrechtler Edward Peters.
Das Motu proprio vom August 2015 hatte das Verfahren zur Feststellung der Nichtigkeit einer Ehe unter bestimmten Umständen vereinfacht. Es war aber auch Ausgangspunkt kirchenrechtlicher und theologischer Kontroversen. Das Dokument nennt einen Grund, der die Behandlung eines Ehenichtigkeitsprozesses auf kürzerem Weg nahelegen kann, den „Mangel an Glauben, der die Simulation des Konsenes oder den willensbestimmenden Irrtum hervorbringen kann; …“ (Art. 14, §1)

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Temple of Dendur’s Lost Colors Brought to Life at the Met

A digital projection at the Metropolitan Museum of Art shows what the Temple of Dendur may have looked like in its original form more than 2,000 years ago. Credit Brian Harkin for The New York Times
As depicted in popular culture, ancient Egypt is awash with the color beige. A trip to the Metropolitan Museum of Art would seem to reflect that notion: The Temple of Dendur, with its weatherworn sandstone, could fit in naturally with the earth tones of “Aida” or “The Mummy.”

By Joshua Barone|New York Times

But Egyptologists know that this temple, like many others of the ancient world, was painted with vivid colors and patterns. In “Color the Temple,” a marriage of research and projection-mapping technology, visitors to the Met can now glimpse what the Temple of Dendur may have looked like in its original, polychromatic form more than 2,000 years ago.

The Met’s MediaLab has installed a projector that fills in the temple’s carvings with color. Through March 19, one section of the structure’s south side is on view: a scene of the Roman emperor Augustus, dressed as a pharaoh and making an offering to the deities Hathor and Horus. Because the sun would wash out the projector’s light (the gallery has floor-to-ceiling windows), the scene is illuminated on Friday and Saturday evenings, when the Met offers extended hours.

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