Nadelbäume machen Klimabilanz zunichte


Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)
Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)
Europas Wälder sind in den letzten 150 Jahren zwar größer geworden, doch es wurden viele Nadelbäume gepflanzt. Sie halten die Wärme besser am Boden.

Von Roland Knauer|DER TAGESSPIEGEL

Wälder gelten als wirksames Mittel gegen den Klimawandel, denn sie binden große Mengen Kohlenstoff im Holz – so weit, so einleuchtend. Doch auch die Art der Forstwirtschaft spielt eine entscheidende Rolle. Werden andere Bäume gepflanzt, kann der Klimaschutzeffekt zunichte gemacht werden. Davon berichten Forscher um Kim Naudts vom Laboratoire des Sciences du Climat et de l’Environnement in Paris und vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg im Fachblatt „Science“.

Sie haben die Entwicklung der europäischen Wälder seit 1750 genauer analysiert. Damals wurden massenhaft Bäume gefällt. Holz war ein unersetzlicher Rohstoff für Gebäude und Möbel und das wichtigste Brennmaterial. Obendrein brauchte die wachsende Bevölkerung für ihre Ernährung mehr Ackerflächen. Um diese Bedürfnisse zu erfüllen, verlor Europa in den ersten hundert Jahren dieses Zeitraums mit 190 000 Quadratkilometern eine Waldfläche, die mehr als der halben Größe Deutschlands entspricht.

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