Dodo Marx für Begrenzung der Flüchtlingszahlen


Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,
Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Deutschland könne nicht alle Notleidenden der Welt aufnehmen, sagt Kardinal Marx, Oberhaupt der deutschen Katholiken. Vehement wendet er sich aber gegen den Schusswaffengebrauch gegenüber Flüchtlingen.

DIE WELT

Das Oberhaupt der deutschen Katholiken, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, hat sich dafür ausgesprochen, die Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge zu begrenzen. „Auch als Kirche sagen wir: Wir brauchen eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz der „Passauer Neuen Presse“. Deutschland könne „nicht alle Notleidenden der Welt aufnehmen“.

Es gehe bei der Aufnahme von Flüchtlingen „nicht allein um Barmherzigkeit, sondern auch um Vernunft“, sagte Marx. Er sprach sich aber gegen eine Beschränkung des deutschen Asylrechts aus. „Jeder, der europäischen Boden betritt, muss anständig behandelt werden und ein faires Verfahren erhalten“, sagte der Erzbischof von München und Freising. Die Grenze Europas dürfe „keine Grenze des Todes sein“.

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