Umweltschützer mahnen zu Fleischverzicht


Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)
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Umweltschützer rufen die Verbraucher in Deutschland dazu auf, ihren übermäßigen Fleischkonsum um die Hälfte zu drosseln. Dies nütze der Gesundheit und auch dem Klimaschutz, sagte die WWF-Referentin Tanja Dräger de Teran der Deutschen Presse-Agentur vor Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch.

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Auch die Bundesregierung müsse das Thema endlich anpacken, sagte Dräger de Teran. „Um die Produktion von Billigfleisch zu reduzieren, sollte die Regierung eine Abgabe für Landwirte auf Stickstoffüberschüsse prüfen, einen sogenannten Gülle-Euro.“ Zu viel Gülle auf den Feldern führt zur Übersättigung der Böden mit Nährstoffen und verschlechtert die Wasserqualität. Der hohe Fleischkonsum der Deutschen und der nötige Sojaverbrauch für Tierfutter beschleunigen den Ausstoß von Treibhausgasen und den Flächenverbrauch.

Zudem regt die WWF-Expertin an, dass zumindest staatlich betriebenen Kantinen vorgeschrieben werden sollte, fleischarm zu kochen. „Auch könnte die Regierung Informationskampagnen starten, um den Fleischverzehr zu drosseln“, sagte sie. In Deutschland übersteigt der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch mit 88,3 Kilogramm jährlich den Welt-Durchschnitt um das Doppelte – und den Indiens sogar um das 20-fache. Die Viehhaltung ist global für mehr Treibhausgase verantwortlich als alle Autos, Lkw und Flugzeuge zusammen.

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