Brasilianische Apostel – keine Abtreibung bei Hirnschädigung


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Die katholischen Bischöfe in Brasilien haben sich laut Medienberichten gegen eine Freigabe von Abtreibungen bei einer Mikrozephalie-Diagnose ausgesprochen. Damit stellten sie sich gegen entsprechende Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, berichtet die brasilianische Tageszeitung «Estado» (Donnerstag).

kath.net

«Mikrozephalie gibt es in Brasilien seit Jahren. Nun nutzt man die gegenwärtige Situation aus, um das Thema Abtreibung wieder auf die Tagesordnung zu bringen», zitiert die Zeitung den Generalsekretär der Bischofskonferenz, Weihbischof Leonardo Steiner. «Abtreibungen leisten einer Eugenik und der Auswahl perfekter Menschen Vorschub», so Steiner.

Seit September wurden in Brasilien 404 Säuglinge mit der Hirnschädigung diagnostiziert; rund 3.500 weitere Fälle werden derzeit noch untersucht. Experten sehen es als sehr wahrscheinlich an, dass die rasante Zunahme von Mikrozephalie durch das Zika-Virus verursacht wird.

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