Saudisches Bodentruppen-Kontingent für „Einsatz in Rakka“


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Der US-Verteidigungsminister Carter gibt ein paar Einzelheiten zur geplanten Militärintervention von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten in Syrien und im Irak bekannt

Von Thomas Pany|TELEPOLIS

Dass Saudi-Arabien ankündigte, für eine militärische Intervention in Syrien bereit zu sein, hat zu Verunsicherungen geführt und zu Warnungen vor einer unkontrollierbaren Ausweitung des Konflikts. Der russische Ministerpräsidenten Dmitri Medwedjew warnte gegenüber dem Handelsblatt vor einem „neuen Weltkrieg“.

Die Amerikaner und unsere arabischen Partner müssen es sich gut überlegen: Wollen sie einen permanenten Krieg?

Allerdings ist bis dato unklar, wie konkret die Ankündigung ist. Wie viele Soldaten, welche Truppen mit welcher Ausstattung, wo in Syrien einmarschieren sollen, wissen nur die verbündeten Regierungs-und Militärebenen. Es geht um Bodentruppen, so die Ankündigung, die an die Bedingung geknüpft ist, dass Saudi-Arabien diese im Rahmen der Anti-IS-Allianz unter der Leitung der USA stellen würde, wenn andere mitmachen.

Saudische und emiratische Spezialeinheiten nach Syrien

Der US-amerikanische Verteidigungsminister hat am Rande des Nato-Treffens in Brüssel am Donnerstag und Freitag ein paar weitere Hinweise gegeben – und dabei manche Widerhaken überspielt. Wie Ash Carter Journalisten mitteilte, erwarte er von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, dass sie Spezialeinheiten nach Syrien entsenden, „um in Syrien lokalen Oppositionskämpfern bei ihrem Vorstoß zu helfen, Rakka aus den Händen des IS zurückzuerobern“.

Wie stark die saudi-arabischen Special operations forces und diejenigen der VAE sein sollten, wann sie intervenieren sollen, verriet Carter nicht. Der US-Verteidigungsminister stellte aber ihre Bedeutung heraus. Sie würden eine „tragende Rolle“ spielen. Die Absicht ist den Sunniten zu vermitteln, dass die Allianz unter der Führung der USA sich sehr wohl ihre Interessen im Auge habe:

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