Trump macht George W. Bush für 9/11 verantwortlich


Jeb Bush (links) und Donald Trump (rechts) streiten während der TV-Debatte der Republikaner in Greenville, South Carolina. Ted Cruz (Mitte) wundert sich. (Foto: AFP)
Vor, während und nach Trumps Tabubruch fliegen in der TV-Debatte der Republikaner die Fetzen. Fünf Lehren eines lauten Abends.

Von Matthias Kolb, Johannes Kuhn|Süddeutsche.de

Der Tod des von Konservativen verehrten Verfassungsrichters Antonin Scalia überschattet die TV-Debatte der Republikaner in South Carolina. Und das Ereignis liefert Wahlkampf-Munition: Alle sechs Republikaner fordern Barack Obama dazu auf, keinen Nachfolger für Scalia zu nominieren. Der amtierende US-Präsident sei viel zu parteiisch für diese Entscheidung.

Wie parteiisch die Republikaner sind, offenbart die Warnung des Texaners Ted Cruz: „Wir sind nur eine Stimme entfernt von einem Gericht, das alle Begrenzungen für Abtreibungen abschaffen würde.“ Donald Trump sagt pragmatisch: „Auch wenn ich mich aufrege, wird Obama es versuchen.“

Die Schweigeminute, um die CBS-Moderator John Dickerson zu Beginn gebeten hat, ist ungewöhnlich für eine TV-Debatte. Es ist der einzig stille Moment – für den Rest des Abends wird auf und vor der Bühne kräftig gebrüllt. Die Kandidaten schreien sich an, das Publikum im „Peace Center“ (kein Witz!) von Greenville johlt und buht quasi ununterbrochen.

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