Darf man für einen Atheisten beten?


dawkins

Die Church of England wird kritisiert, weil sie zum Gebet für Richard Dawkins aufrief – er hatte einen Schlaganfall.

Von Bettina Steiner|Die Presse.com

Zunächst: Die letzte Nachricht, die man von ihm hörte, klang beruhigend. Nachdem Richard Dawkins am Freitag einen Schlaganfall erlitten hatte, ist er auf dem Weg der Genesung. Er sei, teilte er seiner Fangemeinde via Voice-Memo mit, bereits nach Hause entlassen worden und fühle sich besser, seine intellektuellen Fähigkeiten seien nicht eingeschränkt, er habe lediglich Schwierigkeiten mit der Koordination. Knöpfe und Schuhbänder etwa seien noch ein Problem.

Ob die Church of England dabei geholfen hat? Sie hatte noch am Freitag spontan erklärt, sie wolle für Dawkins und seine Familie beten. Was nicht in jedem Fall wohlmeinend aufgenommen wurde. Immerhin zählt der Verfasser des Buches „Der Gotteswahn“ zu den streitbareren Atheisten dieser Erde. Was er vom Gebet hält, ist etwa auf der Homepage richard.dawkins.net nachzulesen: Es sei reinster Aberglaube, vergleichbar mit der Annahme, ein Hufeisen könne heilen. „Ist die anglikanische Kirche sarkastisch oder nur dumm?“, fragte darum die britische Politikerin Nikki Sinclair. Andere warfen der Kirche vor, die Notlage des Biologen auszunützen. In dieser Situation könne er sich schließlich nicht wehren.

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1 Comment

  1. Die Religioten können´s einfach nicht lassen, sich lächerlich zu machen.
    Erinnert mich an den: – Frage an Radio Eriwan: „Können gleichgeschlechtliche Paare eigene Kinder bekommen?“ Antwort: „Im Prinzip nicht, es wird aber immer wieder versucht.“- 😉

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