Triclosan: Kinderärzte fordern Verbot in Alltagsprodukten


In antibakteriellen Seifen, aber auch in Zahnpasta oder Kosmetika kann Triclosan enthalten sein. © Alex Raths/ thinkstock
Schädlicher Helfer: Das Desinfektionsmittel Triclosan gerät immer mehr ins Zwielicht. Jetzt haben auch Kinderärzte und Allergologen ein Verbot dieser Chemikalie in Seifen, Kosmetika und anderen Alltagsprodukten gefordert. Der Grund: Das antibakterielle Mittel kann die Leber schädigen, die Fruchtbarkeit senken, Resistenzen fördern und in der Umwelt zu Dioxin umgewandelt werden. Ein Verbot in alltäglichen Bedarfsprodukten sei daher überfällig, so die Mediziner.

scinexx

Das Desinfektionsmittel Triclosan wird in der Medizin schon seit mehr als 40 Jahren gegen Keime eingesetzt, es findet sich aber inzwischen immer häufiger auch Alltagsprodukten. So soll Triclosan beispielsweise in Zahnpasta, Deodorants, Haushaltsreiniger oder Waschmittel sowie in Textilien und Schuhen das Wachstum von Bakterien bremsen. In einigen Salben gegen Neurodermitis ist das Desinfektionsmittel ebenfalls enthalten. Allein in der EU wurden im Jahr 2005 rund 350 Tonnen der antibakteriellen Chemikalie verbraucht.

weiterlesen