Wie NSU: 126 gesuchte Neonazis dauerhaft abgetaucht


Die Drei-Täter-Theorie wird zunehmend unglaubwürdiger © MiG
Über 370 Neonazis werden in Deutschland per Haftbefehel gesucht. Wie die Bundesregierung einräumen muss, gelingt es jedem Dritten, sich dauerhaft der Festnahme zu entziehen. Linkspolitikerin Jelpke wirft der Bundesregierung Unentschlossenheit vor.

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Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe haben laut Sicherheitsbehörden mordend und bombend eine breite Blutspur quer durch Deutschland gezogen. Sie lebten im Untergrund und wurden bis zu ihrer Enttarnung im Jahre 2011 über viele Jahre nicht gefasst. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervorgeht (liegt dem MiGAZIN vor), sind sie nicht die einzigen untergetauchten Neonazis.

Derzeit werden 372 Neonazis per Haftbefehl gesucht. Beängstigend ist jedoch, dass 126 von ihnen schon seit dem Jahr 2014 oder länger gesucht werden. Das bedeutet, dass es 34 Prozent der Rechtsextremisten dauerhaft gelingt, sich der Festnahme zu entziehen. Nach 70 Neonazis bzw. 19 Prozent wird gar schon seit über zwei Jahren erfolglos gefahndet.

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