Antarktis: Rätsel der fehlenden Eisenmeteorite gelöst


Typisch für Eisenmeteoriten sind die im Anschliff sichtbaren, geometrischen Widmannstätten-Strukturen © Kinda Kinked / CC-by-sa 2.0
Versteckt unter dem Eis? Knapp unter der Eisoberfläche der Antarktis könnte eine ganze Schicht von Eisenmeteoriten auf ihre Entdeckung warten. Denn wie Forscher jetzt herausgefunden haben, bleiben diese Eisenbrocken im Eis gefangen, statt nach oben befördert zu werden. Der Grund: Fällt Sonnenlicht ins Eis, erwärmen sie sich stärker als die Gesteinsbrocken und sinken daher ab, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten.

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Die Antarktis ist eine lohnende Fundstelle für Meteoriten, denn auf dem kahlen, vegetationsfreien Eis lassen sich selbst kleine Brocken gut ausmachen. Kein Wunder also, dass zwei Drittel der rund 35.000 bisher gefundenen Meteoriten dort entdeckt wurden. Eines aber ist seltsam: Obwohl die Trefferwahrscheinlichkeit überall auf der Welt gleich hoch ist, scheinen in der Antarktis weniger Eisenmetereoriten niederzugehen als anderswo.

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