Island: Gold unter heißen Quellen entdeckt


Geothermische Aktivität auf der isländischen Halbinsel Reykjanes – unter diesen heißen Quellen ist das Tiefenwasser mit Gold angereichert. © Christian Bickel / CC-by-sa 2.0 de
Unterirdische Goldquelle: Tief unter den heißen Quellen von Reykjanes auf Island haben Forscher buchstäblich goldenes Wasser entdeckt. Denn das heiße, salzige Tiefenwasser enthält dort 14 Mikrogramm Gold pro Kilogramm – das ist 500.000-fach mehr als in normalem Meerwasser. Woher dieses Edelmetall kommt und warum es dort so stark konzentriert wurde, ist aber noch unklar, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“ berichten.

scinexx

Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hofften Chemiker, Gold aus dem Wasser der Ozeane gewinnen zu können. Doch der Traum verflog, als die tatsächlichen Goldkonzentrationen erstmals richtig bestimmt wurden: Ein Liter Meerwasser enthält nur einige Milliardstel Gramm Gold. Es gibt allerdings Ausnahmen: Rund um die „Schwarzen Raucher“ der Tiefsee haben sich im Laufe der Erdgeschichte Ablagerungen gebildet, die deutlich mehr Gold enthalten. Diese Erzlager gelten daher als mögliche Ziele für einen künftigen Tiefsee-Bergbau.

weiterlesen