Neues Islamgesetz: Erster türkischer Imam muss Österreich verlassen


Am Mittwoch soll der erste aus dem Ausland finanzierte Imam Österreich verlassen haben. Yakup A. sei bis dato Vorbeter in der Moschee von St. Veit an der Gölsen (NÖ) gewesen. Nun ging es für den Geistlichen zurück in die Türkei.

Deutsch Türkische Nachrichten

Hintergrund der Ausreise sei der Auftraggeber des Imam gewesen. Das berichtet Kurier.at.Yakup A. habe nämlich im Auftrag der türkischen Religionsbehörde gearbeitet. Aus diesem Grund sei jetzt sein Visum nicht verlängert worden, heißt es hierzu auf dem türkischsprachigen Online-Portal haberjournal.at. Erst in der Vorwoche sei er demnach aufgefordert worden, Österreich zu verlassen.

Für den größten Moscheeverein Österreichs ATIB stelle das Islamgesetz ein Problem dar, so der Kurier weiter. Insgesamt seien 65 Imame von der Neuregelung betroffen. ATIB habe gegen das Islamgesetz Klage beim Verfassungsgerichtshof eingebracht.

Der Vorsitzende des türkischen Amtes für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Mehmet Görmez, blickte im Februar 2015 mit Sorge auf Österreichs neue Islamgesetzgebung. Statt die seit 1912 bestehende Regelung in die Gegenwart zu holen, werfe die Regierung die Gesellschaft jetzt um 100 Jahre zurück.

weiterlesen