Ein NPD-Politiker und wie er die Welt sieht


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Ein Journalist der „Lügenpresse“ und ein Kandidat der NPD gehen einen Kaffee trinken. „Sie sollen einfach mal das schreiben, was wir sagen“, fordert der NPD-Mann. Und der Journalist schreibt auf.

Von Reinhard Bingener|Frankfurter Allgemeine

Der Wind bläst so bitterkalt über den Marktplatz von Hettstedt, dass der „Lügenpresse“ der Kugelschreiber versagt. Da der NPD-Kugelschreiber allerdings ebenfalls nicht funktioniert, bleibt keine andere Möglichkeit, als mit ihrem Spitzenkandidaten Peter Walde einen Kaffee trinken zu gehen.

Die Möglichkeiten, in der strukturschwachen Bergbaustadt einen Kaffee zu trinken, sind eng begrenzt. Direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite gäbe es immerhin das „Orient Kebab Haus“. Walde macht auf der Stelle kehrt. „Nein, hier nicht.“ Das sei eine „Charakterfrage“.

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