„Religiöse Säuberung“ im Nahen Osten: Die Fehler des Westens


Patriarch Louis Raphael I. Sako – RV
Die Christenverfolgung im Nahen Osten war noch nie so stark wie zur Zeit, aber bei genauerer Beobachtung müsse man eigentlich von „religiöser Säuberung“ sprechen, die alle Religionen und vor allem die Minderheiten dort betrifft.

Radio Vatikan

Das geht aus einer Studie hervor, die das Hilfswerk ‚Kirche in Not‘ an diesem Freitag in München vorgestellt hat. Sechzehn Länder werden dort ausführlich untersucht, unter anderem der Irak, bei uns etwas im Windschatten der Aufmerksamkeit wegen des Krieges im Nachbarland Syrien. Die Menschen im Irak hätten Angst, sagt Louis Raphaël I. Sako, Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche und Bischof von Bagdad. „Ich denke, dass für uns die einzige Hoffnung die Trennung von Religion und Staat ist“, erklärt er bei der Buchvorstellung zum Thema Christenverfolgung. „Der Maßstab sollte das Bürgerrecht sein, nicht die jeweilige Religion. Ob man Christ oder Muslim ist, das sollte etwas persönliches sein. Die Muslime müssen aber verstehen, dass das auch zu ihrem Nutzen ist, das richtet sich nicht gegen sie.“

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